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Seitenanfang Bremener Nachrichten: Farbige Register gewählt, Frauke Mekelburg erwies sich als kompetente Organistin; Stimmungsvoll

Frauke Mekelburg an der Orgel der Achimer Kirche Zum Abschluss der Weihnachtszeit hatte die Laurentius-Gemeinde zu einem Orgelkonzert am ersten Sonntag des neuen Jahres eingeladen. Zu Gast war die aus Eisenach stammende Organistin Frauke Mekelburg mit dem Programm "Festliches Barock - Träumerische Romantik".

Die zahlreichen Zuhörer erlebten eine stimmungsvolle Stunde mit exzellenter Orgelmusik in einer noch weihnachtlichen geschmückten Kirche. Musik und Raum und die von Regine Popp dazu ausgesuchten und gelesenen Texte boten Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen.
Frauke Mekelburg ist einen sehr kompetente Organistin. Sie wählte bewusst farbige Register und lotete die Möglichkeiten der Orgel gekonnt aus. Sie zauberte Stimmungen, spielte kraftvoll wie ganz subtil und brachte ihre Zuhörer zum intensiven Hinhören durch ihr spannungsreiches Musizieren, eine hervorragende Interpretin.

Gemessen feierlich ist die Toccata in D von Johann Pachelbel mit interessanten Rückungen und filigranen Umspielungen, ein festlicher Auftakt des Sonntags-Konzertes. Strahlend hell musizierte Frauke Mekelburg die Choralbearbeitung "Herr Gott, nun schleuß den Himmel auf" von Johann Sebastian Bach, dessen Fantasie und Fuge a-moll prachtvoll, festlich mit wunderbar transparenten Läufen, die Fantasie in g-moll in kräftigen Farben.

Aus der Orgelsonate V von Felix Mendelssohn-Bartholdy spielte die Organistin die zwei ersten, kurzen Sätze stimmungsvoll als feierlichen Choral und wiegende Pastorale, festlich-feierlich dessen Andante religioso.
Frauke Mekelburg studiert zur Zeit in Paris bei Professor Imbert, und so hatte sie auch zwei Werke französischer zeitgenössischer Komponisten im Programm. Beeindruckend war ihre Interpretation der Komposition "Hommage à Widor" von Odile Pierre. Es ist ein ruhiges, besinnliches, sehr meditatives Werk mit chromatisch absteigenden ruhigen Akkorden, spröden, hohen Linien zu liegenden Bässen, ein ganz eigenartiges Klangbild, intensiv ausgemalt.

Die Organistin beschloss ihr Konzert mit "Le Baquet céleste" von Oliver Messian. Hier hielt sie große Spannungen in den ruhigen, feierlichen Akkorden, die in der Laustärke behutsam gesteigert wurden, Töne pochten, es gab geradezu sphärische Klanggespinste. Dann brachte sie Farbe durch strahlende Register, zauberte mystische Klänge, behutsam ertastete sie lange Töne, das Stück endet mit einem tiefen, körperlich erspürbaren Ton. Eine ganz reife Wiedergabe dieses nicht ganz einfachen Werkes.
Ein feierlich ruhiges Werk aus Estland gab Frauke Mekelburg als Zugabe. Die Zuhörer bedanken sich mit herzlichen Beifall.


Seitenanfang Rheinpfalz: Grosser Klang für kleine Orgel, Konzert mit Frauke Mekelburg in der protestantischen Kirche in Altip

Die neue Organistin an der protestantischen Kirche in Altrip, Frauke Mekelburg, bestritt ihr Antrittskonzert ausschließlich mit Werken aus der Epoche, der ihre Vorliebe gilt, dem Barock. Die kleinen romantische Orgel macht ihr das aber nicht ganz leicht. Erstens ist der Klang nicht gerade prädestiniert für die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts, und zweitens lassen die wenigen Register und der kleinen Raum die ganz großen Orgelwerke von Bach und Buxtehude nicht zu. Schon im populären, meist Henry Purcell zugeschriebenen, aber von Jeremias Clarke stammenden Trupet Voluntary zeigte sich der Orgelklang eingeengt angesichts der Monumentalität, die man mit diesem Stück assoziiert.
Aber es gibt auch jede Menge kleiner Stücke, die im Konzertleben zwar ein Mauerblümchendasein fristen, weil sie, wie man so sagt, vom Effekt nicht so viel hermachen, die aber dennoch ihre Reize haben. Was ihnen an virtuosen Forderungen abgeht, fordern sie mit Ansprüchen an die Gestaltungsfähigkeit des Spielers wieder ein. Frauke Mekelburg fühlt sich da durchaus in ihrem Element. Sie legt ihr Spiel ruhig und präzise an, macht die Verläufe deutlich und nachvollziehbar, so in Choralpräludien von Telemann und Zachau. Händels berühmte Sarabande d-Moll erklang wuchtig und ausdrucksvoll und mir einem Hang zum Meditativen.
Frauke Mekelburgs eigene Improvisation in barocken Stil über den Choral "Mir nach, spricht Christus, unser Held" wirkten wie ein Vorklang zum zweiten Teil des Konzertes mit lebhafteren und ausgedehnteren Werken, so Johann Pachelbels weit über ein Vorspiel hinausgehendes Präludium in d oder das entzückende, von Fanfaren-Dreiklangswirkungen lebende "Voluntary" von Henry Heron.
Am überzeugensten gelangen die Stücke, die selbst romantischen Charakter tragen, einen "Introduction" des Franzosen Francois Couperin und einen Toccata von Buxtehude, der oft als "Romantiker des deutschen Orgelbarock" tituliert wurde. Hier machte sich auch bemerkbar, dass Frauke Mekelburg, die gebürtige Eisenacherin, jetzt an der Scola Cantorum in Paris weiter studiert, direkt an der Quelle des romantischen Orgelklangs. Deutlich wurde dies namentlich and der fließenden "französischen", eben nicht deutschen stampfenden Pedaltechnik.
Ehrensache für die Organistin war, dass sie sich der barocken Brillianz doch nicht ganz enthielt und auch ihrer virtuosen Fähigkeiten unter Beweis stellen wollte. Sie tat das nachhaltig mit Bachs Fantasie und Fuge a-Moll. Die Orgel geriet dabei mehrmals an ihrer Grenzen, hielt aber den Belastungen stand. Dass die Orgel der protestantischen Kirche in Altrip sich durchaus hören lassen kann, wird Frauke Mekelburg demonstrieren, wenn sie den Klang des Instrumentes demnächst auf einer CD festhält.


Seitenanfang Rheinpfalz: Herber Barock, sanfte Romantik, Frauke Mekelburg gab am Karfreitag in Altrip ein Orgelkonzert

Orgelmusik zum Karfreitag - das heißt, dem Charakter des Tages gemäß - Ernst und Besinnlichkeit. Diese Stimmung verbreiteten die Stücke, die Frauke Mekelburg, Organistin der protestantischen Kirche in Altrip, auf ihr Programm gesetzt hat. Das bedeutet den Verzicht auf jegliche Brillanz, auf laute Register, auf rauschende Läufe und Tonkaskaden. Keine der großen Toccaten von Bach war zu hören, keine Widor-Sonfonie. Solch eine Konzentration auf das rein Meditative birgt natürlich die Gefahr der Monotonie. Dieser Gefahr zu begegnen, hatte Frauke Mekelburg Werke aus unterschiedlichen Stielepochen nebeneinandergestellt.
Natürlich begann die in der Bach-Stadt Eisenach geborenen Organistin ihr Konzert mit einem Stück ihres großen Landsmannes, mit dem Präludium in g-moll. Der Barock repäsentiert die herbe Seite des Abends, wie sich auch an Johann Gottfried Walthers Choral "Christus, der ist mein Leben" und in den "Flutes" von Louis Nicolas Clerembault erwies. Frauke Mekelburg spielte mit der angemessenen Verhaltenheit, ließ mit ihrer Registrierung dabei aber den architektonischen Aufbau durchscheinen. Sanfter gab sich die Musik aus der Romantik: einen Elegie von César Frank und ein "Andante Religioso" von Mendelsohn-Bertholdy. Die Organistin versüßlichte diese Stücke auch nicht, sondern sie gab ihnen Kontur, wozu auch der Klang der Altiper Pfeifenorgel ein Wesentliches beitrug.
Ein Jahrhundert jünger als Mendelsohn, im Unterschied zu diesem sein Jahrhundert aber fast ganz durchlebend, war der Niederländer Cor Kee, dessen Komposition "Merk toch hoe sterk", im Stil einer sehr gemäßigten Modernen, aber klar strukturiert, hier erklang. Die Zeit des Frühbarock war vertreten mit einem bewegteren, dennoch auch expressiv düster gehaltenen Choralvorspiel von Hans Kotter "Aus tiefer Not schrei ich zu Dir".
Frauke Mekelburg hatte auch zwei Kompositionen auf dem Programm, die ursprünglich nicht für die Orgel bestimmt waren: Robert Schumanns kleiner "Choral", allen Klavierschülern aus dem "Album für die Jugend" bekannt und hier mit majestätischer Schlichtheit vorgetragen, sowie die berühmte Sarabande aus der d-moll Suite von Händel, die sie wuchtig und ausdrucksvoll spielte, aber durchaus ein etwas lebhafteres Tempo vertragen hätte.
Das interessanteste Werk des Abends waren jedoch Frauke Mekelburgs eigenen Improvisationen über den Choral "Jesu Kreuz, Leiden und Pein", wobei über dunklen, düster dräuenden Akkorden in den tiefen Registern chromatisch aufsteigenden Linien allmählich sich bis in allerhöchste Höhen wanden und so das Bild der in den Himmel aufsteigenden Seele evozierten. Zum Abschluß erklang nochmal Bachs klassischer Karfreitagschoral: "O Haupt voll Blut und Wunden".


Seitenanfang Frauke Mekelburg (Heidelberg) spielt Orgelmusik an der zweimanualigen STUMM-Orgel in Sulzbach

Frauke Mekelburg hat sich auf barocke Musik spezialisiert und ist Kennerin historischer Orgeln. Neben ihrer Tätigkeit als Organistin studiert sie in Paris bei Prof. Imbert an der Scola Cantorum.


Seitenanfang Rheinpfalz: Orgel im Advent, Kirchenkonzert mit Frauke Mekelburg in Altip

"Es ist für uns eine Zeit angekommen" war das Motto der ersten von drei musikalischen Veranstaltungen mit der Organistin Frauke Mekelburg und Pfarrer Bernhard Pfeifer, die an den ersten drei Adventssonntagen in Altrip stattfinden.
Die Organistin und der Pfarrer haben die Vorliebe für das Kontemplative, Meditative gemeinsam. Entsprechend war auch das Konzertprogramm ausgerichtet. Ruhige, zum Nachdenken anregende Stücke waren zu hören. Der 1667 in Berlin geborene Wahl-Engländer John Christopher Pepusch ist, gemeinsam mit dem Dichter John Gay, als Schöpfer der satirischen "Bettleroper" bekannt. Seinen zahlreichen Orgelwerke hört man heute kaum noch, etwa das viersätzige Voluntary in C. Frauke Mekelburg spielte das Stück unspektakulär, ohne falsche Aufplusterungen, legte es aber mit einer farbreichen Gestaltung als Steigerungsform an.
Die Heidelberger Bratschistin Barbara Held gestaltete die beiden Menuette aus Bach erster Cello-Suite in einer Bearbeitung für ihr Instrument sinnlich und mit Nachdruck. Zum Schluss spielten die beiden Musikerinnen drei Sätze aus dem Konzert für Viola und Streicher von Telemann, wobei Frauke Mekelburg auf der Orgel die Begleitung übernahm. Barbara Held und Frauke Mekelburg ergänzten sich trefflich, spielten lustvoll und schön. So erhielt das Largo rhythmische Prägnanz und das Presto tänzerischen, doch nicht übermütigen Schwung.
Im Anschluß an das Konzert wurde noch eine Novität vorgestellt. Frauke Mekelburg hat in der Altriper Kirche eine CD aufgenommen, die erste, auf der die Orgel dieser Kirche zu hören ist. Natürlich eignet sich die kleine romantische Orgel nicht fürs große Repertoire, und so hat Frauke Mekelburg unter dem bezeichnenden Titel "Meditation" eine Vielzahl kleiner Stücke aufgenommen, von eigenen Choralbearbeitungen über Werke aus dem Barock bis zu Raritäten aus der Romantik, etwa von Tschaikowsky. Im protestantischen Pfarramt Altrip ist die CD erhältlich.


Seitenanfang Poskaniec Warminski: Orgelkonzert zum 3. Mai in Rastenburg (Ermland)

Am 3. Mai, anlässlich des Feiertags zur Unabhängigkeit Polens, fand in der Kirche zum Heiligen Johannes in Rastenburg (Ketrzyn) ein Orgelkonzert von Frau Frauke Mekelburg aus Deutschland statt. Frau Mekelburg, die sich sehr für wertvolle Orgeln und Kirchenakustik interessiert, hatte das Angebot gemacht, ein Konzert zu spielen. Pater Mieczyslaw Zuchnik war einverstanden und lud Frau Mekelburg nach Rastenburg ein.
Das Ehepaar Mekelburg war bereits einige Tage früher angereist. Sie wurden vom Pater als willkommene Gäste herzlich empfangen und besichtigten zunächst die Umgebung. Herrn und Frau Mekelburg gefielen besonders Heiligenlinde, Reszel und die Basilika in Rastenburg. Im Gegenzug zu der angetroffenen Gastfreundschaft spielte Frau Mekelburg ein Orgelkonzert.
Das Konzert erfreute sich eines großen besucherischen Andrangs. Frau Mekelburg verfügt über eine schöne Sopranstimme und sang auch während der Messe. Sie wartete mit Orgelmusik des 19. und 20. Jahrhunderts bekannter französischer und estnischer Komponisten auf. Sie selbst ist ebenfalls Komponistin und komponiert Werke, die der Mutter Gottes gewidmet sind. Einige von diesen spielte sie während ihres Konzertes. Frau Mekelburg passte ihr Repertuar an das im Monat Mai stattfindende Fest der Heiligen Maria und zum Nationalfeiertag der polnischen Konstitution an. Die Rolle des Moderators übernahm Pater Mieczyslaw Zuchnik.
Es ist schön, daß man die Verletzungen der Vergangenheit vergessen kann. Die Musik heilt und festigt die Freundschaft.


Seitenanfang Winsener Anzeiger: Die Orgel tanzte Gigue

Frauke Mekelburg an der Ott-Orgel der St. Marienekirche in Winsen/Luhe Winsen. Genauso heiter wie der Sommerhimmel und das Markttreiben auf dem Schlossplatz war diesmal die Marktmusik in St. Marien.

Die junge Organistin Frauke Mekelburg aus Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) hatte ihr Programm "Die Orgel tanzt" überschrieben und damit rund 70 Besucher angelockt. Die in Ratzeburg und Paris ausgebildete Organistin spürte mehr als ein Dutzend Orgelstücke fröhlicher Thematik auf.

Da waren insbesondere zahlreiche Tänze vertreten: Gigue und Menuett, Rondo und Sartarello, Gaillarde und andere. Eine bunte Mischung aus der Barockorgel heiterstem Repertoire. Unter vielen unbekannten Komponisten auch Johann Sebastian Bach und Teleman.

Von der Organistin abgesehen brauchte sich niemand anzustrengen.


Seitenanfang Märkische Allgemeine: Mit leichtläufigem Spiel, Tänzerische Musik beim Motzener Orgelsommer im Kirchenkreis Zossen

Frauke Mekelburg an der Motzender Orgel ARNO NEUMANN, MOTZEN: Kirchenmusiker sind die besseren Meteorologen. Als Frauke Mekelburg im Pfälzer Land vor geraumer Zeit über das Programm für ihr Gastkonzert zum "2. Motzener Orgelsommer" nachdachte, scheint sie zumindest geahnt zu haben, was für ein heißer Sonntag sie im Brandenburgischen erwartete. Als "Orgelmusik light" bot sie eine bunte Mischung von Spielstücken für Tasteninstrumente, und so auch für Orgel spielbar, vom 16. bis 18. Jahrhundert. Das man sogar Zeitgenossen von Johann Sebastian Bach hörte, wollte man bei all der tänzerisch spielerischen Leichtigkeit - auch von der musikalischen Substanz her gesehen - kaum glauben. Man hätte mit Valentin Rathgeber, einem der gespielten Komponisten, den Motzener Orgel-Nachmittag ein "Ohren-vergnügendes und Gemüth-ergötzendes Tafel-Confect" nennen können.

Zum Auftakt spielte Frauke Mekelburg, Organistin in Altrip am Rhein, ein festlich erklingendes "Trumpet Voluntary" des aus dem 17. Jahrhundert bekanntesten englischen Komponisten Henry Purcell, den seine Zeitgenossen stolz den "Orpheus Britannicus" nannten. Was dann folgte, von Andrea Gabrieli bis Hans Leo Hassler, waren leichtfüßige, in der Melodie nicht unoriginelle Tanzmelodien, mal mehr höfisch, mal mehr pastoral kaschiert ländlich anmutend. Frauke Mekelburg spielte so flink hintereinander Stück für Stück, jedes nur wenige Minuten dauernd, dass kaum Muße blieb, die Melodien ein wenig zu verinnerlichen.

Betont neapolitanisch wurde es bei Antonio Valente mit dem "Ballo", einem damals um 1600 volkstümlichen italienischen Tanz. Nach all den beschwingten Tänzchen beruhigte es sich erst bei Georg Philipp Telemann, ohne auch hier auf eine stille Heiterkeit in der die Choralmelodie "Gott Vater wohn uns bei" begleitenden Stimme zu verzichten. Frauke Mekelburg, die mit sichtlicher Freude die kleinen Werke spielte, schloss ihr Programm wiederum mit einem Voluntary - in England ein Musikstück, das weitgehend auf Improvisation beruhte - von Johann Christian Pepusch, dem nach London ausgewanderten Berliner. War es jener Pepusch, der die Londoner 1728 mit der Parodie der Oper seria, mit der "Bettleroper" begeisterte? Ja, er war es - und spätestens hier erinnerte man sich der kenntnisreichen, nicht ohne Humor von Bernd Dechani vorgetragenen Erläuterungen bei den Sommerkonzerten in Dorfkirchen aus vergangenen Jahren. Frauke Mekelburgs buntes Programm hätte tatsächlich einiger Erläuterungen bedurft, einfach um auch mehr, das heißt aufmerksamer und sachkundiger zu hören.

Und ich werde nicht müde, immer wieder einen Programmzettel zu fordern, der für ein seriöses Konzert die Mindestangaben enthält, wozu auch die Lebensdaten der Komponisten gehören. Dann hätte es nicht passieren können, dass nach mündlicher Ankündigung des Konzertes Werke des 19. Jahrhunderts zu hören wären. So bleiben als Erinnerung das leichtfüßige - nein, das Pedal hatte ja Urlaub -, also exakter: das leichtläufig präzise Spiel von Frauke Mekelburg und der charaktervolle Klang der zwar wenigen, aber erstaunlich unterschiedlich klingenden Register der Motzener Hollenbachorgel, die auch wieder einmal der pflegenden Hand des Orgelbauers bedarf. Sie hat es verdient.


Seitenanfang Rhein Neckar Zeitung: Karl Weckesser wurde als Chorleiter beim katholischen Kirchenchor Baiertal verabschiedet - Nachfolgerin ist Frauke Mekelburg

Frauke Mekelburg in der katholischen Kirche Baiertal Baiertal. (res) Pfarrer Wolfgang Specht wandte sich an die zahlreich erschienenen Gläubigen: "Heute wollen wir einen Mann verabschieden, der 44 Jahre seines Lebens der "Musica sacra" gewidmet hat." Die Rede ist von Karl Weckesser, in der RNZ bekannt unter dem Mitarbeiter-Kürzel "wek". Ihm zu Ehren zelebrierte Baiertals Geistlicher einen Dank- und Festgottesdienst. Gleich zu Beginn sang der katholische Kirchenchor unter Karl Weckessers Nachfolgerin Frauke Mekelburg feierlich und getragen "Du bist's, dem Ruhm und Ehre gebühret". Organistin Maria Veith war dem Chor eine kongeniale Begleiterin auf der Königin aller Musikinstrumente. Obwohl die studierte Kirchenmusikerin Frauke Mekelburg den Kirchenchor erst seit Juli musikalisch betreut, schien es, als ob sie ihn schon seit Monaten dirigieren würde.

Im Verlauf des Gottesdienstes stellte Pfarrer Specht die segensreiche Arbeit von Karl Weckesser in den Mittelpunkt seiher Ausführungen. Dabei kam der Seelsorger auch auf die Person von Karl Weckesser zu sprechen. Er bescheinigte dem scheidenden Chorleiter ein hohes Maß an Verantwortungsbewusst-sein. Specht: "Mit viel Einfühlungsvermögen und Geduld haben Sie über vier Jahrzehnte hinweg den Chor geführt und Höhen und Tiefen mit ihm durchschritten."

Beim anschließenden internen Teil ergriff Otto Deckarm das Wort. Namens des katholischen Kirchenchores ließ er Weckessers 44 Jahre im Dienste der Kirchenmusik Revue passieren. Weckesser, Jahrgang 1933, ist inzwischen 70 Jahre alt. Deckarm sagte, dass dem Kirchenchor der Abschied von Karl Weckesser sehr schwer falle. 44 Jahre der Gemeinsamkeit prägten einander und formten eine Familie. "Dies ist jedoch kein endgültiger Abschied, denn Karl Weckesser bleibt uns weiterhin als Tenorsänger erhalten."

Neben einem Erinnerungsgeschenk hatte Deckarm für den scheidenden Chorleiter eine besondere Überraschung parat: Per einstimmigem Beschluss der Vorstandschaft ernannte er ihn zum Ehrenchorleiter. Worte des Dankes und der Anerkennung kamen auch vom Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Jürgen Rave. Dieser bezeichnete Weckesser als einen Menschen mit viel Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl. "Loslassen können ist auch eine Kunst", so Rave. Gleichzeitig begrüßte er es, dass Karl Weckesser seine Tenorstimme dem Kirchenchor unter der Leitung seiner Nachfolgerin schenkt.

Dann hatte ein gerührter Karl Weckesser das Wort. Er spannte den Bogen zurück in das Jahr 1959, als er als Junglehrer an die Volksschule Baiertal versetzt wurde. Auf Bitte des damaligen Baiertaler Bürgermeisters und Vorsitzenden des Kirchenchors, Ludwig Blaser, übernahm er die Chorleitung. Probelokal war zunächst das Schulhaus, einige Jahre später das Gemeindehaus, damals Jugendheim genannt. Weckesser: "Ich war von diesem Angebot sehr überrascht, weil ich zu der Zeit kaum Erfahrungen in der praktischen Chorarbeit hatte."

Doch Ludwig Blaser wusste genau, was er Weckesser antrug. Dieser hat bis zum heutigen Tag keine Sekunde seiner damaligen Entscheidung bereut. Worte des Bedauerns kamen lediglich über den fehlenden Nachwuchs. Dabei setzte Weckesser seine Hoffnung in die Fähigkeiten seiner Nachfolgerin Frauke Mekelburg. Ihr wünschte er nicht nur musikalischen Erfolg, sondern auch die Gewinnung neuer Sänger.

Frauke Mekelburg, Jahrgang 1964, nutzte die Gelegenheit, um sich kurz vorzustellen. Sie stammt aus einer musikalischen Familie und glänzte bereits im Alter von acht Jahren als Klaviervirtuosin. Auch wenn sie in ihrem weiteren Leben den Beruf einer Diplombibliothekarin erlernte, blieb sie der Musik treu. Zu ihrem erlernten Beruf studierte sie nicht nur kirchliche und weltliche Musik, sondern auch das Dirigieren. Dem schloss sich auch ein Studium im Fach Orgel an. Dass sie eine würdige Nachfolgerin ist, durften die Gläubigen während des Fest- und Dankgottesdienstes vor allem bei Bernhard Kleins Motette "Der Herr ist mein Hirte" hören, denn dieses äußerst schwierige Stück sang der Chor ohne Fehl und Tadel.


Seitenanfang Rheinpfalz: Mit tröstender Zuversicht, Orgelkonzert von Franke Mekelburg in protestantischer Kirche Altrip, Von unserem Mitarbeiter Uwe Engel

Es ist nun schon Tradition geworden und konnte dieses Jahr ein erstes kleines Jubiläum feiern: Das Orgelkonzert zum Karfreitag in der protestantischen Kirche Altrip. Zum fünften Mal spielte die Organistin Frauke Mekelburg Werke meditativen Charakters. Sie entspricht in ihrer Programmwahl damit dem Charakter dieses Feiertags, folgt aber auch eigenen Vorlieben.

Diesen Hang zum Meditativen, den sie auch mittels einer CD-Einspielung auf der Altriper Orgel dokumentiert hat, teilt sie im übrigen mit Pfarrer Bernhard Pfeifer. Mit besinnlichen Worten ergänzt er jedes Mal die Konzerte. Dieses Mal verwies er darauf, dass die Passion Christi die Menschen auch an ihre eigenen Wunden, ihre negativen Erfahrungen erinnert. Gleichzeitig, führte er aus, werden unsere Wunden durch die Leiden Christi geheilt. Dieser Verbindung von düsterem Ernst und tröstlicher Zuversicht folgen auch die von Frauke Mekelburg ausgewählten Orgelstücke.

Aus der Zeit zwischen Renaissance und Barock, der Mitte des 16. Jahrhunderts, stammte die Choralbearbeitung "Aus tiefer Not schrei ich zu Dir" des Straßburgers Hans Kotter, ein reich und interessant ausgeziertes Stück. Versonnen klang Johann Georg Walthers "Christus, der ist mein Leben", die ostinaten Begleitfiguren erhielten von der Organistin einen fast tänzerischen Schwung.

Gravitätisch kamen ein Largo von Henry Purcell und die berühmte Sarabande d-moll von Händel daher, die sich mit ihren Variationen in eindrucksvoller, feierlicher Würde entfaltete. Herb und konturiert erklang Bachs kleines Präludium d-moll und sein Choralvorspiel über "Wer nur den lieben Gott lässt walten". Den zeitlichen Übergang zur Romantik bildeten zwei für Harmonium komponierte Stücke von Metzner.

Die in Eisenach geborene Frauke Mekelburg, die seit 2001 in Altrip tätig ist, absolviert ein weiterführendes Studium an der Schola Cantorum in Paris.

Ihre Vertrautheit mit der französischen Orgelmusik schlägt sich in überzeugenden Interpretationen der unterschiedliche Facetten zeigenden Musik nieder, so das in mildes Licht getauchte Andante aus der dritten Orgelsonate von Alexandre Guilmant oder des majestätischen Rezitativs und Chorals aus seiner fünften Sonate. Ganz zurückgekommen wirkt Cesar Francks "Elegie", ein Prachtstück an romantischer Klangschwelgerei hingegen das "Prière á Notre Dame" des Elsässers Leon Boellmann.

Archaisierend-modal, mit modern anmutenden Reibungen, wirkt die Tonsprache von Jean Langlais in "Rosa Mystica". Ein Meister 20. Jahrhundert, ist auch der Este Arvo Part, mit seinem typischen, äußerlich einfachen doch sehr reflektierendem Stil. Seine Komposition "Pari Intervallo" verliel die Organistin fast hypnotisch anmutende Klangwirkungen.


Seitenanfang Märkische Allgemeine: Barockes Spiel, Organistin Frauke Mekelburg musizierte auf Hollenbach-Orgel

STORBECK: Schwungvoll beginnt die Organistin Frauke Mekelburg zu spielen. Wie glänzende Trompetensignale schallt es aus den Orgelpfeifen. Mit einem "Trampet Tune" von Henry Purcell eröffnet sie das Konzert in der kleinen Storbecker Dorfkirche.

Die musikalische Reise entführt die etwa 30 Zuhörer in den Barock. Orgelliteratur aus ganz Europa illustriert die musikalische Entwicklung in den wichtigsten Zentren des bara-ocken Musiklebens: Italien, Deutschland, Frankreich, Spanien und England. Trotz der verstimmten Hollenbach-Orgel entlockt die versierte Organistin aus Altrip am Rhein dem Instrument eine erstaunliche Klangvielfalt.

Eifrig und wohl überlegt registriert Frauke Mekelburg, um die gegensätzlichen Stimmungen zu betonen. Schwere hohe Töne wollen die Ohren der Zuhörer auf sich lenken, aber die wilde Basslinie lenkt ab. Dann tauschen Melodie-und Begleitstimme die Rollen. Der Bass spielt das Thema, die Oberstimme verziert. Die Finger und Füße von Frauke Mekelburg tanzen auf Tasten und Pedalen.

In Eisenach kam Frauke Mekelburg 1964 zur Welt. Der musikalischen Tradition des thüringischen Städtchens verpflichtet, lernte sie Klavier und sang im Bach-Chor. Nach der Ausbildung zur Klavierlehrerin studierte sie Orgel in Heidelberg, später in Ratzeburg. 2000 ging sie nach Paris, um an der Schola Cantorum ihr Orgelspiel weiterzuentwickeln. Seit 2001 ist sie Organistin in Altrip am Rhein.

Georg Philipp Telemann, Louis-Nicolas Clerambault, John Christopher Pepusch und Giovanni Giacomo Gastoldi sind einige Komponisten, die Frauke Mekelburg dem Publikum vorstellt. Obwohl die Orgelmusik bis zur barocker Epoche eng der kirchenmusikalischen Tradition verbunden ist, wagen sich die europäischen Tondichter, das neue Harmonieverständnis von Dur und Moll auch in die sakrale Musik einzuführen. Zwischen besinnlichen Choral-Prälu-dien spielt Frauke Mekelburg fröhliche Melodien und freche Rhythmen. Nur gewichtige Akkorde zähmen die gegenläufigen Melodien, die hopsenden und trillernden Finger.


Seitenanfang Chor St. Hedwig aus Karlsruhe musiziert in Feldkirchen

Chor Sankt Hedwig in Feldkirchen/Bayern in der katholischen Kirche

Feldkirchen. Zusammen, mit dem Chor aus der Seelsorgeeinheit St. Hedwig und Bruder Klaus in Karlsruhe führte der Kirchenchor Feldkirchen-Mitterfelden am Peter und Paulssonntag die Messe breve no. 7 in C aux Chapeles von Charles Gounod auf. Einfühlsam, präzise und mit schönem Klang wurde die Chorgemeinschaft begleitet vom Bläserquartett Rupert Eder und Johanna Aicher, Trompeten, sowie Regina Huber und Bernhard Thaler, Posaunen. Professor Peter Ullrich übernahm dieses mal das Basssolo im Gloria und Agnus Dei. Eindrucksvoll, aussagekräftig und tiefempfunden gestaltete der Chorleiter des Kirchenchores Feldkirchen-Mitterfelden zusammen mit Hans Winkler, Ausnahmetalent im Tenor, der den Wohlklang seiner Stimme schon bei Aufführungen solistisch unter Beweis gestellt hat, das Domine fili unigenite und später den Beginn des Agnus Dei. Die Einstudierung des Karlsruher Chores lag in den Händen von Frauke Mekelburg, die auch die Aufführung dirigierte.

Auf ihrer Homepage schreibt die Organistin und Chorleiterin, die als Bibliothekarin an der Uni Heidelberg arbeitet: "Gott lebt in der Musik. Nur in der Tiefe der Töne manifestiert sich sein Wille, nur im Meer der Klänge gibt es einen Vorgeschmack auf die Herrlichkeit seines Reiches. Damit ist es dem Musiker vergönnt, seinen Zuhörern eine Brücke aus dem Diesseits zum Jenseits zu ihn so schon auf Erden den Glanz des Paradieses schauen zu lassen." Der Dirigentin ist es ebenso wie Professor Peter Ullrich ein Anliegen, die Seele der Musik in den Vordergrund zu stellen und das Publikum so zu berühren, dass es den Gottesdienst nicht so verlässt, wie es ihn betreten hat.

Die Partnerschaft der beiden Chöre, deren fruchtbare Zusammenarbeit sich weiterhin im gemeinsamen musikalischen Feiern des 50-jährigen Chorjubiläums St. Hedwig im Advent 2011 mit Josef Gabriel Rheinbergers „Stern von Bethlehem" wird, wurde durch das Ehepaar Tichy aus Hammerau initiiert.

Professor Dr. Walter Tichy, der dort aufgewachsen ist, und Frau Ingrid, Tochter des ehemaligen Bademeisters Werner, beide Chorsänger im Karlsruher Kirchenchor, pflegten nach dem berufsbedingten Umzug in die Hochschulstadt Karlsruhe weiterhin den Kontakt zur Heimat, nahmen über alte Bekannte Verbindung zum örtlichen Kirchenchor auf und luden ihn vor einigen Jahren nach Karlsruhe ein. Der Gegenbesuch, dessen Ziel nun die gemeinsame Messgestaltung in der Marienkirche war, zeigte eindrucksvoll, Musik verbindet, und dass sie alle einzelnen Sänger und Musiker zusammengeführt hat zu einem höheren Ganzen, das nur im motivierten Miteinander und mit hoher gedanklicher Disziplin entstehen kann. Musikalisch und inhaltlicher Höhepunkt dieser romantischen Messe von Gounod ist zweifelsohne der Chorsatz „O salutaris hostia", der während der Kommunionausteilung zur persönlichen Bitte jedes Gläubigen um Hilfe und Kraft von Gott wurde, Gestaltungswille und Vorstellungskraft jedes einzelnen Sängers und Musikers verschmolzen mit der musikalischen Botschaft und überbrachten diese ganz im Sinne der beiden Chorleiter den zahlreich erschienenen Gottesdienstbesuchern, die am Schluss und Applaus spendeten.


Seitenanfang Schwetzinger Zeitung, Orgelmusik in anrührenden Interpretationen

KETSCH. Unter dem Titel „(Un)bekannte Ohrwürmer: Orgelmusik aus alter und neuer Zeit" hatte die evangelische Kirchengemeinde zu einem kleinen Orgelkonzert mit Organistin Frauke Mekelburg eingeladen. Der Eintritt war frei, aber am Ausgang würde eine Spende für die Anschaffung der neuen Orgel für die Johanneslärche erbeten.

Eine kleine Zuhörerschar hatte sich bei Einbruch der Dämmerung in der Johanneskirche versammelt und hörte andächtig und versunken den anrührenden Interpretationen der Organistin zu.

Zu hören waren kleine Orgelpartien, die einen Eindruck der jeweils charakteristischen Kompositionsweise der Musiker in ihrer Zeit vermittelten. Vertreten

waren unter anderem die Komponisten Gervaise, Gastoldi, Susato, die Barockmusiker Purcell, Tele-mann, Bach und Händel, aber auch Mozart und Orgelmusik aus den letzten beiden Jahrhunderten wurden im Verlauf des anspruchsvollen Reigens zu Gehör gebracht. Einen facettenreichen musikalischen Strauß band Frauke Mekelburg an der Orgel - getragen, andachtsvoll, tänzerisch, spielerisch bewegend und hochkonzentriert. Auch sie selbst lieferte einen kompositorischen Beitrag mit Variationen über ein kroatisches Lied.Das Publikum dankte es ihr mit viel Applaus und einer großzügigen Spende für das gemeindliche Orgerprojekt.